Freitag, 2. Dezember 2011

Schreiben im Studium

Rundum-Angebote der Schreibwerkstatt

Von Dr. Ulrike Pospiech

Die Weihnachtsferien – für viele auch eine wichtige Schreib-Zeit für Haus- und Seminararbeiten. Besser als in Pausen zwischen den Seminaren lässt sich in der freien Zeit Raum schaffen, um zu recherchieren, zu lesen und zu schreiben. Dies ist jedoch manchmal leichter gesagt als getan. Bevor man tatsächlich mit dem Schreiben beginnen kann, stellen sich häufig zunächst folgende Fragen:
•    Was ist und wie entwickelt man eigentlich eine Fragestellung?
•    Wie werden Zitate korrekt belegt?
•    Und wie kommt man vom Lesen zum Schreiben?


Unterstützung beim wissenschaftlichen Schreiben
Um Fragen wie diese zu klären, wurde 1997 die Schreibwerkstatt der UDE eingerichtet. Sie unterstützt seit 15 Jahren Studierende und Promovierende dabei, Schreibprozesse zu organisieren und schlüssige Texte zu verfassen. Im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre“ wurden ihre Angebote im Wintersemester 2011/12 ausgeweitet: Ein interdisziplinäres Team von 8 wissenschaftlichen Mitarbeitern, die eine Ausbildung zum Schreibberater absolviert haben, bietet den Studierenden und Promovierenden aller Fächer der UDE ein Rundum-Paket zum wissenschaftlichen und beruflichen Schreiben. So kann die Schreibwerkstatt allen, die beim Verfassen von Texten Orientierung suchen, genau die Unterstützung bieten, die ihnen weiterhilft.

Crash-Kurse und Seminare













Erster Ansatzpunkt ist die Information über Anforderungen, die das Schreiben wissenschaftlicher Texte mit sich bringt. In verschiedenen Veranstaltungstypen greift die Schreibwerkstatt charakteristische Themen auf: Eintägige Crash-Kurse vermitteln einen kompakten Überblick über Grundlagen wissenschaftlichen Schreibens, etwa „Hausarbeiten konzipieren“, „Hausarbeiten schreiben“, „Wissenschaftlich lesen“ und „Präzise formulieren“ sowie „WORD für wissenschaftliche Texte“ und „Komma & Co“. Semesterbegleitende Seminare bieten Raum für Übungen zum Schreiben in Studium und Beruf wie für die Textkorrektur. (Komplettes Seminarangebot)

Online –Schreibtrainer und Materialien zum Download 















Die Homepage der Schreibwerkstatt bündelt Informationen und Materialien für das Selbststudium: Der Schreibtrainer – ein Online-Nachschlagewerk – vernetzt Informationen zum Schreiben in Studium und Beruf: In diesem digitalen Ratgeber werden nicht nur die Schritte der Textproduktion verdeutlicht, sondern auch Anforderungen charakteristischer Textsorten und Textbeispiele zusammengestellt. Außerdem können 2-seitige Schreibtipps heruntergeladen werden, die typische Fragen des wissenschaftlichen Schreibens aufgreifen.

Wer seinen Text geschrieben hat, sollte ihn vor der Abgabe noch einmal prüfen:
•    Ist die gewählte Fragestellung innerhalb des vorgegebenen Rahmens sinnvoll beantwortet worden?
•    Ist die Gliederung ausgewogen und nachvollziehbar?
•    Sind die Zitate sinnvoll eingebunden?


Persönliche Textberatung und telefonische Sprachberatung

Da dies allein nicht immer leicht zu erkennen ist, bildet die individuelle Textberatung den zentralen zweiten Ansatzpunkt der Schreibwerkstatt. Im persönlichen Gespräch mit einem Schreibberater lassen sich am eigenen Text Aspekte und Alternativen der Argumentation und der Formulierung verdeutlichen (ohne Voranmeldung, montags bis freitags von 12:00 bis 13:00 Uhr in Essen im Raum R12 R05 B26, am Campus Duisburg freitags von 12:00 bis 13:00 Uhr im Raum LB 006). Gerne werden auch persönliche Termine vereinbart. Daneben bietet die Schreibwerkstatt eine telefonische Sprachberatung: Täglich von 10:30 bis 11:30 Uhr  werden am Sprachtelefon (0201 183 3405) Einzelfragen zu Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik und Formulierung beantwortet.

Rucksack-Schreiblehrgänge für Fakultäten

Last but not least arbeitet die Schreibwerkstatt auch mit Lehrenden der Fächer zusammen – das ist ihr neuer, innovativer dritter Ansatzpunkt: In ausgewählten Vorlesungen und Seminaren bietet die Schreibwerkstatt fachspezifische Schreiblehrgänge an, die nach einem Rucksack-Prinzip direkt an die Lehrveranstaltung angebunden sind. Ziel ist es, am konkreten Thema fachspezifische Schreibkompetenzen zu trainieren.

Zwischen Weihnachten und Neujahr macht die Schreibwerkstatt eine kurze Pause, ab dem 2. Januar 2012 finden die Textberatungssprechstunden wieder wie gewohnt statt.

Weitere Informationen: www.uni-due.de/schreibwerkstatt
Kontakt: Dr. Ulrike Pospiech (ulrike.pospiech@uni-due.de, Tel. 0201 183 3363)

3 Kommentare:

  1. Man sollte ein anderes Thema, was einleitend schon auftaucht, vielleicht noch mal separat aufgreifen... warum werden überhaupt Seminar- und Hausarbeiten in die FREIE Zeit gelegt? Ich studiere seit einigen Jahren und hatte im Prinzip nie Semesterferien - wirkliche Erholung hat man nie. Zusätzlich noch den Leistungsdruck durch 3-5 Klausuren in einer Woche. Warum? Wer überlegt sich sowas?

    Wenn selbst Ferien "Schreibzeit" sind - wo bleibt denn dann die "Freizeit"?

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  2. Es ist wirklich schade, dass sich seit dem Bildungsstreik vor 2 Jahren so wenig getan hat. Warme Worte machen die Studiengänge nicht studierbarer. Die KMK fordert, das Studium auf 46 Wochen im Jahr zu verteilen. Blieben also 6 Wochen Freizeit.

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  3. Nun ja, es heißt ja nicht umsonst vorlesungsfreie Zeit und nicht freie Zeit an sich. Es handelt sich um die Phase des Selbststudiums und der Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen. Dazu gehören dann auch Prüfungen. Allerdings sieht die Rahmenprüfungsordnung hierfür Beschränkungen vor. Die letzten 3 Wochen eines jeden Semesters, also der vorlesungsfreien Zeit, sollen prüfungsfrei bleiben: „ Abweichungen hiervon bedürfen eines Beschlusses des Fakultätsrats, bei dem die Mehrheit der Studierenden nicht gegen die Regelungen stimmt…“ (§18, Hinweise zur Prüfungsorganisation).
    Die restliche vorlesungsfreie Zeit ist auch für das Selbststudium vorgesehen und zur Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen. Vorlesungsfreie Zeit beinhaltet also nicht ausschließlich freie Zeit an sich. Wenn in einem BA-Studiengang aber tatsächlich keine Selbstorganisation im Studium (mehr) möglich ist, dann muss hier spätestens bei der Reakkreditierung nachgesteuert werden.

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