Von Dr. Michaela Harmeier
Für Studienanfängerinnen und Studienanfänger beginnt mit dem Studium ein neuer Lebensabschnitt. Häufig ist damit der Umzug in eine neue Stadt oder in die erste eigene Wohnung verbunden und natürlich mit vielen Fragen und Unsicherheiten:Wie kann ich die Anforderungen im Studium bewältigen? Was kommt nach dem Studium? Wie lassen sich Studium und Geld verdienen vereinen? Was mache ich, wenn mir alles über den Kopf wächst und die Motivation im Keller ist?
Solche Fragen können seit dem WS 2011/12 im Mentoring-Programm „MEwiSA“ (Mentoring Erziehungswissenschaft und Soziale Arbeit) der Fakultät für Bildungswissenschaften beantwortet werden. MEwiSA möchte Studienanfänger/innen den Einstieg in die Bachelor-Studiengänge "Erziehungswissenschaften" und "Soziale Arbeit", in die Studienumgebung der Universität Duisburg-Essen sowie den Zugang zu Service-Programmen und wissenschaftlichen Netzwerken erleichtern.
Das Mentoring-Programm MEwiSA versteht sich als Ergänzung zu bestehenden Betreuungsangeboten, wie etwa den O-Woche-Tutorien, den Orientierungstutorien und der Betreuungsarbeit durch die Fachschaften. Ein wichtiger Baustein sind Lernpatenschaften mit einer/einem studentischen MentorIn.
MEwiSA startete zum WS 2011/2012 mit dem Studiengang Erziehungswissenschaften.
BA StudienanfängerInnen setzten sich im Rahmen von Workshops mit ihren Bildern über ihr Studium an der UDE, ihren Hoffnungen, Erwartungen und Befürchtungen auseinander und sammelten Unterstützungsformen, die sie sich wünschen, um ihr Studium erfolgreich meistern zu können.
Für die StudienanfängerInnen ist mit dem Studium auch der Beginn eines neuen Lebensabschnittes verbunden: Sie ziehen in eine neue Stadt, wohnen erstmalig in einer eigenen Wohnung fern vom Elternhaus, teilweise haben sie aber auch schon Berufserfahrung gesammelt und suchen nun eine neue Berufsperspektive. Angesichts dieser komplexen Gemengelage unterscheiden sich ihre Vorstellungen über das Studium. Die einen sorgen sich um mögliche Motivationsprobleme, andere ringen mit der ausgewogenen Balance zwischen Studium, Freizeit, Familie und Nebenjob.
Der Umgang mit Ungewissheit in Bezug auf die Anforderungen aus dem Studium, aber auch bezogen auf die berufliche Zukunft und die über das Studium eröffnenden Berufsperspektiven wird von der Mehrzahl der Studierenden benannt und mit dem Bedürfnis nach Orientierung verbunden. Das Studium ist für sie – neben dem Erwerb einer Eintrittskarte für den pädagogischen Arbeitsmarkt – auch verbunden mit dem Wunsch der Selbstfindung und Selbstverwirklichung. Sie sehen das Studium als wichtige Weichenstellung für ihre berufliche Zukunft. Neben Familie, Freunden und KommilitonInnen können StudienanfängerInnen auch durch das studentische MentorInnen-Programm bei diesen Fragen unterstützt werden.
Auf die komplexen Erwartungen antworten studentische MentorInnen mit einem Bündel an Kompetenzen, Erfahrungen und persönlichen Haltungen. Die Gruppe der 19 MentorInnen besteht aus Studierenden des Bachelor Studiengangs Erziehungswissenschaften, des Masterstudiengangs Erwachsenenbildung, sowie Studierenden des European Master in Adult Education. Eine Promotionsstudentin ist ebenfalls dabei. Dementsprechend vielfältig sind die Erfahrungen und Angebote der angehenden MentorInnen. Sie können sich nicht nur besonders gut in ihre Mentees hineinversetzen, sondern bringen notwendiges Wissen über Hochschulstrukturen und Studienorganisation mit.
Während der Schulung, die in Zusammenarbeit mit Kirsten Weihofen (ZfH) konzipiert und umgesetzt wurde, traten die nutzbringenden Erfahrungen der studentischen MentorInnen offen hervor: Einige gaben an, Verständnis für die besonderen Probleme zum Studieneinstieg zu haben, da die Erinnerung daran noch frisch ist. Andere wiederum haben den Bachelor Abschluss an einer anderen Universität absolviert und bringen neue Impulse und Sichtweisen mit. Des Weiteren können die studentischen MentorInnen Fachwissen durch pädagogische Nebentätigkeiten anbieten und verfügen somit über Erfahrung in der Vereinbarkeit von Arbeit und Studium.
Für die MentorInnen ist es wichtig, dass die StudienanfängerInnen Kommunikationsbereitschaft und Offenheit zeigen. Vertrauen, Selbstständigkeit der StudienanfängerInnen und der gegenseitige Austausch stellen für die studentischen MentorInnen weitere wichtige Punkte dar. „Es gibt keine dummen Fragen“, so ein studentischer Mentor. In diesem Sinne hoffen die studentischen MentorInnen, dass die Lernpatenschaft für beide Seiten einen Erfahrungsaustausch bringt, der nicht nach kurzer Zeit einschläft.
Nachdem die Schulung der studentischen MentorInnen abgeschlossen ist, warten alle gespannt auf den Beginn der Lernpatenschaften zum SoSe 2012 und das erste Kennenlernen der Mentees.
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Weitere Informationen zum Programm, zur Anmeldung und aktuellen Terminen finden Sie in der Fakultät für Bildungswissenschaften unter www.uni-due.de/biwi/mentoring.

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